The other Side of Hope (Finnland 2017)

„Du bist nicht der Erste. Willkommen“

Warum ist der Film The other Side of Hope sehenswert?

Cineclub Mitglied Sybille Falkenbach: „Der Film ist politisch und gleichzeitig märchenhaft. Ein schweres Thema verdaulich erzählt ohne es zu banalisieren“

Film: „The other side of Hope“, Quelle: film bulletin

Pressestimmen

In Kaurismäkis Film ist schwer zu sagen, wer hier die Fremden sind. Fremdheit ist der Normalzustand der Menschen. Daher ist die Sehnsucht nach einem Ort, an dem man bleiben kann, genauso groß wie die Sehnsucht, die Orte von Enge und Kälte zu verlassen: Keiner ist da, wo er hingehört, keiner ist da, wo er hinwill. Diesen Ort gibt es nicht. Es sei denn, man schafft ihn sich. Und wär’s ein Restaurant, das alle naslang Stil und Namen ändert und sich als poetisch-politischer Ort doch treu bleibt. Oder ein Kino, in dem ein Kaurismäki-Film läuft.“ Georg Sesseln für die Zeit Printausgabe Nr.13/2017, 26.03.2017

„Das Kino von Aki Kaurismäki kondensiert Klischees über die wortkarge Nationalseele seines Heimatlandes zu lakonisch-melancholischen Erzählungen, in denen das Dramatische stets ein wenig lächerlich wirkt und das Lächerliche stets ein wenig dramatisch.“ diepresse.com

Film: „The other side of Hope“, Quelle: stadtkino filmverleih

„Dass dieser Film keinem banalen „Realismus“ frönt, liegt auch an der Leichtigkeit, mit der das Katastrophale gezeigt werden kann, wenn man es ernst meint mit der Menschenliebe, an der unnachahmbaren leisen Komik von Kaurismäki-Filmen, mit den kleinen Farb- und Formräuschen am Rande und so weiter. Es hat auch damit zu tun, dass Menschen bei diesem Regisseur stets mehr sind als die Darsteller der Konflikte, in denen sie sich befinden. Man muss in einen Kaurismäki-Film gehen, wenn man vergessen hat, dass die Welt weder eine Lindenstraße noch eine Nachrichtensendung ist.“ Georg Sesseln für die Zeit Printausgabe Nr.13/2017, 26.03.2017

Film: „The other side of Hope“, Quelle: stadtkino filmverleih

„Kaurismäkis zum Teil fast märchenhafter Stil befreit Figuren wie den Flüchtling Khaled aus den stereotypen Mustern thematisch vergleichbarer Filme, macht sie zu Kinohelden und verleiht ihnen stille Würde.“ Die Presse, Print-Ausgabe, 22.02.2017

Der Regisseur Aki Kaurismäki mit seinen Hauptdarstellern an der Berlinale 2017

The other Side of Hope“ am 24. Oktober um 20:15 im Kino Rosental.