Ramen Shop (Singapur, Japan, Frankreich, 2018)

“Suppe, Suppe, ich gebe dir Suppe!” Zitat aus dem Film

Pressestimmen

Der Originaltitel von Ramen Shop ist bezeichnend für das kulinarische Drama aus Singapur: Er lautet «Ramen Teh», einer Kombination aus der japanischen Spezialität Ramen und dem chinesischen Bak Kut Teh – und steht sinnbildlich dafür, welch verbindende Wirkung dem Essen im Film beigemessen wird. Es wird gekocht, probiert und gegessen, kreiert, geschwärmt und genossen. Die Aufnahmen der für Japan so typischen Ramen-Suppen und Singapurs Fusion-Kreationen sind unaufgeregt authentisch und nichtsdestotrotz auf ihre eigene Art und Weise wunderschön.“ Irina Blum für Cineman

Film: Ramen Shop, Quelle: Kinozeit

Regisseur Khoo erzählt mit angenehmer Zurückhaltung und einer nie aufdringlichen Sentimentalität. Am ergreifendsten ist dabei, wie der fremde Enkel versucht, mit seiner Oma zusammenzufinden. Während der Film die Leidenschaft des Essens zelebriert, wird spürbar, welches Glück und welch tiefe Bedeutung in diesen Suppen und im Essen generell liegen.

So macht „Ramen Shop“ nicht nur Appetit mit all den aufgetischten Köstlichkeiten, sondern beschwört auch die Kraft der Versöhnung dieses tröstenden Comfortfoods – und reicht damit weit über das Familienschicksal hinaus. Sascha Rettig für Berliner Morgenpost am 5.6.2019

„Gerade, weil Ramen Shop dem Essen durch Masatos Suche nach seinem Familienerbe und der durch Rückblenden erzählten Liebesgeschichte seiner Eltern eine emotionale Komponente verleiht, wird eine kulinarische Spezialität so zu mehr als nur den Einzelteilen ihrer Zutaten: Es ist das kulturelle, historische und familiäre Bindeglied zwischen Menschen, die nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Masotos Eltern ein wenig hölzern und allzu sentimental wirkt, ist Ramen Shop eine unaufgeregte und bodenständige Ode an die verbindende Kraft des Kochens und Essens – nicht auf Spitzenkoch-Niveau, sondern so, dass einem immer und immer wieder das Wasser im Mund zusammenläuft. Auf keinen Fall mit Hunger anschauen!“ Irina Blum für Cineman

Film: Ramen Shop, Quelle: Kinozeit

Als internationale Schnittstelle ist Singapur in jeder Hinsicht ein melting pot, ein buntes Gewirr aus Gewürzen, Speisen und Sprachen. Mit seiner Verwandtschaft verständigt sich Masato auf Englisch. Doch die strenge Matriarchin der Familie, Großmutter Madam Lee, spricht keins. Einmal schreien sich der Enkel und seine Großmutter an, er auf Japanisch, sie auf Mandarin. Keiner gemeinsamen Sprache mächtig versteht doch jeder, was der andere meint. Die Sprache, die sie letztlich zusammenführt, ist das Essen.“Falk Straub für Kino-Zeit am 24. 12.2018

 

Film: Ramen Shop, Quelle: Kinozeit

Geschmeidig verbindet der singapurische Filmemacher kulinarische Streifzüge durch seine multikulturelle Heimatstadt, in der die verschiedenen asiatischen Küchentraditionen miteinander in Dialog treten, mit historischen Exkursen und einer herzergreifenden Familiengeschichte, die von Emigration und Weltkriegserfahrungen handelt. Dass am Ende eine gute Ramen-Suppe alle Generationen wieder miteinander versöhnt, ist sicherlich kein überraschendes Happy End, man nimmt es jedoch mit fundiertem Wohlwollen in sich auf.“ Martin Schwickert für Epd-film am 24.5.2019

Auf Youtube gefunden: The Making of Ramen Shop

„Ramen Shop“ am 11. März um 20:15 im Kino Rosental.