Gundermann (Deutschland, 2018)

„Paradiesvögel sperrt man nicht ein – sie brauchen den Himmel ganz“. Gerhard „Gundi“

Pressestimmen

Als Gundermann mit Honecker-Brille anfangs wie Jerry Lewis im Film „Der verrückte Professor“ die Hasenzähne fletscht, befürchtet man eine Klamotte – grundlos, denn es wird großartig, wie dann Alexander Scheer in Gundermanns Haut und Denken schlüpft und dessen Lieder mit der Band von Gisbert zu Knyphausen einsingt.“ Günter Platztausch für faz online am 28.08.2018

Film: Gundermann, Quelle: Spiegel online

„Gundermann ist einer der reichsten, differenziertesten, tollsten Filme über die DDR. Und vielleicht der beste, den Andreas Dresen je gemacht hat, weil sich dessen Menschenfreundlichkeit hier am Ende nicht auf dem Parkplatz der Versöhnung abstellen lässt. Es bleibt etwas offen in Gundermann.

Das größte Ereignis des Films ist dabei Alexander Scheer, der den komischen Vogel „Gundi“ in seiner ganzen Vogelhaftigkeit spielt. Das Spackelige der Figur, die mit hochgezogener Nase, großen Zähnen und unschicken Brillen durchaus stullig in die Welt schaut, gerät nie zur Karikatur, sondern füllt sich mit Eigenleben: Scheer entwickelt eine Kunstfigur, die man irgendwann nicht mehr vom echten Gundermann unterscheiden kann, wenn der durch Fernsehmaterial im Film auftaucht.“ Matthias Dell für Spiegel online am 21.08.2018

Film: Gundermann, Quelle: Spiegel online

Wer zum Teufel ist Gerhard Gundermann?, fragte die Filmförderung seit zehn Jahren, sinngemäß. Wer zum Teufel ist Toni Erdmann?, fragte Andreas Dresen zurück, sinngemäß. Und ergänzte zu Ersterem: Sänger, Baggerfahrer, Kommunist, Dissident, Drachentöter, IM, DDR-Bürger, Narr und Rebell.

Oh nee, sagte die Filmförderung, sinngemäß. Es war ein langer Weg bis zu diesem Film, der längste wohl, den der Regisseur Andreas Dresen je gegangen ist. Gundermann wurde sein vielleicht wichtigster Film, sein lautester und leisester zugleich, einer der schönsten in jedem Fall.“ Kerstin Decker für tagesspiegel

Film: Gundermann, Quelle: Spiegel online

„Andreas Dresens Film Gundermann macht es seinem Helden nicht leicht, er stellt den wunderbaren, viel zu früh gestorbenen Rockpoeten auf keinen Sockel, sondern setzt ihn von Anfang an seiner eigenen Vergangenheit aus. Der einfühlsame, überaus sorgfältig inszenierte, von Laila Stiehler glänzend geschriebene Film beschönigt und verkleinert nichts, arbeitet aber sehr genau und differenziert heraus, wie Haltungen entstehen und ausgenutzt wurden. Kein Fan-Biopic und keine simple Täter-Opfer-Gegenüberstellung, sondern ein kluger, aufrichtiger und bewegender Musikfilm über ein gelebtes Leben mit all seinen Idealen, Verstrickungen, Enttäuschungen. Es ist Zeit für solche Filme über die DDR.“ Knut Elstermann für MDR Kultur

 

Der Schauspieler Alexander Scheer singt mit seiner Band auch ausserhalb des Films Gundermann-Lieder...

„Gundermann“ am 12. Februar um 20:15 im Kino Rosental.