Call Me By Your Name (Italien, Frankreich, Brasilien, USA, 2017)

„Ich erinnere mich an alles.“ Oliver

Pressestimmen

„Es gibt so vieles an „Call Me By Your Name“ zu lieben, dass selbst so etwas Besonderes wie die Fähigkeit des Films, das unzuverlässige Zeitgefühl eines Sommers einzufangen, nur eine Qualität von unzähligen ist. Ich weiß nicht, wann mich eine Liebesgeschichte das letzte Mal so mitgerissen hat, vielleicht habe ich so etwas auch noch nie mit einem Film erlebt.“ Hannah Pilarczyk für Spiegel online am 01.03.2018

 

Film: Call Me By Your Name, Quelle: filmbulletin

 

„Der italienische Filmemacher Luca Guadagnino, der beim Drehbuchschreiben von dem inzwischen fast 90-jährigen James Ivory (dem Regisseur von Maurice, einem Klassiker des queeren Kinos) unterstützt wurde, fängt diesen bittersüßen Taumel perfekt ein, der zu gleichen Teilen Ekstase und Schmerz ist. Eine Art wahnsinniges Herzfeuer, das auf eine Weise brennt, die völlig irrational ist, sodass es keinen vernünftigen Weg geben wird, es für immer zu halten. Die Liebenden wissen, dass es enden muss.

Guadagnino hat in Crema, der norditalienischen Stadt, in der er lebt, gefilmt und man spürt seine Liebe zu diesem Ort. Die Freude, an einem schwülen Tag in einen kalten Fluss zu springen; ein frisch gefangener Fisch, der nach Luft schnappt; eine entkorkte Flasche Rotwein; junge Mädchen, die in Badeanzügen radeln; alte Männer, die in der Bar im Dorf Karten spielen. Aus einem Autoradio dröhnt Love My Way von den Psychedelic Furs, sonst zirpen nur Grillen, oder klassische Klavierstücke unterlegen die zutiefst erotische Geschichte mit einem melancholischen Schimmer. Als Zuschauer meint man das Salz auf den verschwitzten Körpern und die reifen Früchte in diesem Garten der Versuchung zu schmecken. Es ist ein Film, in dem man leben möchte.“ Marietta Steinhart für zeit.de am 01.03.2018

 

Film: Call Me By Your Name, Quelle: faz

 

„Manche Filme bleiben über ihre Temperatur in Erinnerung. Bei den Filmen von Luca Guadagnino ist es die Wärme des Sommers, die aus ihnen atmet, eine keineswegs kuschelige Wärme, keine Schwüle, sondern eine Temperatur, die die Sinne wach hält, während der Rest träge wird. Nacktheit oder das Herumhängen in der Badehose, offene Hemden, winzige Kleidchen, nichts wirkt hier ostentativ, vielmehr existieren die Körper mit ihrer Umgebung in selbstverständlichem Nebeneinander. Das heißt auch, es gibt keine Mode (obwohl die Kostüme von Giulia Piersanti exquisit sind in ihrer Beiläufigkeit) als Fassade für die Körper. Die Körper sind auf beglückende Weise einfach da.“ Verena Lueken für Faz online am 28.02.2018

 

Film: Call Me By Your Name, Quelle: spiegel

 

„Der Italiener Luca ­Guadagnino erzählt im Grunde eine simple Boy-meets-boy-Geschichte, deren Hauptzutaten – Sommer in ­Italien, erste Liebe unter Jungs – den Film ohne weiteres in den Kitsch hätten abgleiten lassen können. Dass es nicht dazu kam, ist das eigentliche Kunststück ­dieses Films. Denn Guadagnino hat keine Angst vor der Stille, die ihm mindestens so wichtig ist wie der (eher spärliche) Dialog seiner Figuren. Überhaupt nimmt er sich Zeit, viel Zeit, um Elios Gefühlslage – und damit die Voraussetzung für die Liebesgeschichte – mit grosser Intensität zu entfalten. Noch sind es die Achtzigerjahre, noch spricht man über Homosexualität nur im Flüsterton. Doch vorerst lassen er und Oliver sich treiben im Ozean dieser sonnendurchtränkten Landschaft, dieser verführerischen Nachmittagsstunden.“ Philipp Brunner für Filmbulletin (Printausgabe 1/2018 am 26.02.2018)

 

Film: Call Me By Your Name, Quelle: filmbulletin
Auf einer Presse Konferenz in Toronto anlässlich der Filmpremiere 2017 erzählen die Hauptprotagonisten Armie Hammer, Timothée Chalamet und der Regisseur Luca Guadagnino über die Dreharbeiten für den Film.

„Call Me By Your Name“ am 15. Mai um 20:15 im Kino Rosental.